qp-Künstler*innen und -Werke

Posthumanist Activities   Mukenge/Schellhammer – Videoinstallation 

Das Duo Mukenge/Schellhammer befasst sich in dieser Videoinstallation mit einem postkolonialen Blickwinkel auf die westliche Aufklärung und humanistische Ideale. Westlichen Aufklärern ist es durch die Kolonialisierung anderer Kontinente gelungen, ihr Selbstverständnis als überlegene Zivilisation durch Schulen, Kirchen und Universitäten zu verbreiten. Diese humanistischen Ideale führen zu einer Hierarchie, in der Menschen, die sich nicht in vorgegebenen binären Kategorien einordnen lassen, als weniger menschlich oder sogar als nichtmenschlich angesehen werden.

Ort: Ofenhaus, Lounge

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Stadtlabor   Pareaz/Susanne Thoma 

Eine ehemalige Angestelltenwohnung des Gaswerks wird zum Stadtlabor für die Themen Alltagsforschung, Industrie- und Stadtteilgeschichte, Inklusion und Vielfalt, Social-Co-Working und Community. Auch der Vorgarten wird zur Interventionsfläche mit einer Reihe von öffentlich zugänglichen essbaren Pflanzen, welcher zum Verweilen und Diskutieren einladen.

Ort: Torbogen, Gaswerksgelände

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o.T.   Gabriele Hornauer

Für Gabriele Hornauer bestand die Herausforderung an dieser Installation in der Arbeit im Freien. Dazu wurden zwei große, schwarze organische Formen auf eine weiße Leinwand gemalt, ähnlich den bisherigen Arbeiten der Künstlerin mit Tusche, die auch in großer Höhe und mit Abstand zum Betrachter ihre Wirkung entfalten können.

Ort: Gaswerkgelände, Torbogen Sozialgebäude/Kühlerhaus

 

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Was bleibt – was geht / Warten auf der Bank   Sigrun Lenk

Rund um den Weiher des Gaswerkareals stellt die im Gaswerk arbeitende Fotografin Sigrun Lenk ihre beiden Fotoserien »Was bleibt – was geht« und »Warten auf der Bank« aus. Erstere verbindet ein Bild vom Gaswerk mit einem des abgerissenen Reese-Areals, zweitere zeigt die Künstlerin auf verschiedenen Bänken, in Deutschland und in anderen Ländern. Die Bilder sind auf Mesh-Folien gedruckt und hängen an Bauzäunen.

Ort: Gaswerkgelände, Weiher

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Goethes Weitsicht   Verena Blunck-Mader

Dieser 2017 entstandene Fototransfer verbindet den Tod Alan Kurdis mit Goethes »Erlkönig« und erforscht die Frage, was es bedeutet, sein Kind durch eine Wand von Nebel oder Wasser in Sicherheit bringen zu wollen und daran zu scheitern. In fünf Bildern zeigt die Fotokünstlerin die Realitäten dieses Unterfangens.

Ort: Gaswerkgelände, Parkhaus

 

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Brennender Hochsitz   Laurentius Sauer

Vor dem Ofenhaus wird bei den ersten Sonnenstrahlen, ohne Publikum, ein Hochsitz verbrannt. Die Aktion wird gefilmt und anschließend auf dem Gaswerkareal gezeigt. Der verbrannte Haufen bleibt vor Ort.

Ort: Gaswerksgelände, Platz zwischen Ofenhaus und Portalsgebäude

 

 

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Soundparcours   Martin Schmidt/Musiker*innen im Gaswerk

Auf dem Mixcloud-Account von a3kultur gibt es den »Soundparcours Gaswerkgelände« zu hören. Moderiert von a3kultur-Redakteur Martin Schmidt stellt der Stream als kurzweiliges Mashup die Bands und Musiker wie Hörstreich, John Garner, Revelling Crooks und Elias Loeb vor. Dazu gesellen sich die Sounds der Schlagzeugschule Studio Drumshower und der japanischen Trommelgruppe Shinwa Taiko. Die (Natur-)Eigengeräusche des Areals und sogar des Gaskessels werden dabei eingefangen von den Klangspuren des Augsburger Sound-Artists Gerald Fiebig und der Videoinstallation von Martina Vodermayer. Die atmosphärische Reise zu Klangkultur und Kulturklang findet sich auf: mixcloud.com/a3kultur/

Ort: Online, überall im Quartier abrufbar

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Fuga   Selman Trtovac

Während Trtovacs Aufenthalt in Augsburg im Rahmen des Artist-in-Residence-Projekts »Welcome in der Friedensstadt« entstanden eine Reihe von Zeichnungen, Fotos und Videos zum Thema »Utopie des Friedens«. Seine künstlerischen Reflexionen dazu beinhalten zwei Ansätze. Zum einen war Trtovacs Großvater während der NS-Zeit mehrere Jahre als Zwangsarbeiter in Bayern. Im krassen Gegensatz dazu existiert für den Künstler auch eine utopische Vorstellung von Frieden. Er interessiert sich für die »Linie«, die zwischen diesen Gegensätzen verläuft. Diese Linie ist eine Metapher für Prozesse, Verwandlungen und Erkenntnisse, für menschliche Beziehungen und die Ethik der Zeit, in der wir leben.

Ort: Gaswerkgelände, Rückseite Portalgebäude

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o.T   Eva Krusche

Ort: Gaswerkgelände, Rückseite Werkstätten 

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Chronos/Saturn frisst seine Kinder   Esther Pschibul/Daniel Man

Die Künstler haben sich für eine Neuinterpretation eines Goya-Gemäldes entschieden. Goya ist aufgrund seiner politischen Haltung heute hochaktuell. Sein Bild »Saturn frisst seine Kinder« zeigt in dramatischem Ausdruck, wie der Gottvater, um seiner Entmachtung durch die Nachkommen zu entgehen, eines seiner Kinder frisst. Übertragen auf unsere Gesellschaft lässt sich diese Geschichte aus vielerlei Richtungen lesen. Um das zu erreichen, werden die Künstler diesem Bild eine abstraktere Form und ein bunteres Gewand verleihen. Die schiere Größe des Bildes und das urbane Umfeld sorgen für die dramaturgische Spannung.

Ort: Gaswerkgelände, Rückseite Parkhaus

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Deepening   Daniel Duske/Shao

Ort: Gaswerkgelände, Container vor den Werkstätten

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Hängekommission   Verena Kandler

Die aus Werbeplatten bestehende Tafel wird künstlerisch so transformiert, dass zwar einzelne Elemente verändert oder verschwinden werden, der ursprüngliche Werbetext teilweise sichtbar bleibt. Die Verarbeitung und Auswahl des Werbematerials liegt dem Anliegen zugrunde diese als Kommunikationsmedium zu nutzen: Aus der Kombination von gegebenem und hinzugefügtem Bildmaterial entsteht eine neue Aussage. Mittels dieses gestalterischen Verfahrens können sowohl textliche als auch bildliche Inhalte reflektiert und im Sinne einer Intervention verändert werden.

Ort: Gaswerkgelände, hinter dem Durchgang Ofenhaus/Sozialgebäude

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Ins Leben   Johanna Schreiner

Der bemalte Wandteppich besteht aus Originalutensilien des Bergbaus aus der Zeche Fürst Leopold in Dorsten, die bunten Farben symbolisieren für die Künstlerin das Leben. So bekommt jeder Sack mit seiner Farbe einen eignen Aspekt des Lebens. Während die unbehandelten Säcke für das Raue und Farblose stehen, symbolisieren die bemalten Kohlesäcke für Neuanfang, Kunst und Freude.

Ort: Gaswerkgelände, Haupteingang Ofenhaus

 

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o.T.   Yul Zeser

Die Installation greift die ursprüngliche Funktion des Teleskopbehälters auf und fungiert klanglich und visuell als illustrierendes Element. Über einen an der Decke hängenden Ring wird Wasser gepumpt, welches dann in in das Becken hinabfällt. So ergibt sich ein akustischer Verweis auf die ehemalige Befüllung des Tanks sowie ein Ring, in dem das herabfallende Wasser die Kuppelform widerspiegelt. Gleichzeitig entstehen durch das Auftreffen des herabfallenden Wassers auf die Metallkuppel am Boden Wellen im noch vorhandenen Wasserstand des Gasbehälters, die sich zum Rand hin ausbreiten und Druck- bzw. Kräfteverhältnisse visualisieren.

Ort: Gaswerkgelände, vorderer Teleskopbehälter

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Berglandschaft   Christine Reiter

Eine Berglandschaft inmitten des Teleskop-Gasbehälters 1, umrahmt von einem »Bergsee«, ergibt eine andere Sichtweise auf die oft so klischeehaft dargestellte Gebirgslandschaft. Die dreidimensional gestalteten Berge, werden in Form und Farbe verfremdet und ihr Standort hinterfragt. Die aus innerer Natur geschaffene Form der einzelnen Objekte formieren sich zu einer Berglandschaft und wirken trotz geringer Größe monumental. Der ungewöhnliche Standort mit seiner geheimnisvollen Lichtsituation und den unheimlichen Geräuschen lassen die in grell türkis getauchten Berge nah und fern zugleich erscheinen.

Ort: Gaswerkgelände, hinterer Teleskopbehälter

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o.T.   Reinhard Gupfinger

Ort: Gaswerkgelände, Scheibengasbehälter

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Evolution   Christine Weber

Die antiken Mischwesen wie z.B. Sphinx und Greif stehen für eine übernatürliche Kraft, die durch den starken Löwen und den schnellen Adler visualisiert wird. Bei den sonst üblichen Mischwesen der Künstlerin von Mensch – Insekt soll auch Negatives im Menschsein sichtbar werden. Hier dagegen, in der Arbeit »Evolution«, sind die Mischungen aus Mensch – Fisch und Mensch – Vogel nicht abwertend. Aber der Absturz als logische Konsequenz der ständigen Entwicklung schneller, höher, weiter wird deutlich.

Ort: Gaswerkgelände, Parkhaus

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o.T.   Sebastian Bühler

 

 

 

 

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Knotensäulen   katholische Pfarreiengemeinschaft

Seit über 300 Jahren wird das Bild der »Maria Knotenlöserin« verehrt. Die katholische Pfarreiengemeinschaft Augsburg Oberhausen/Bärenkeller hatte dazu eingeladen, die Knoten ihres Lebens symbolisch an Knotensäulen anzubringen, um sie der »Knotenlöserin« anzuvertrauen. Ab Herbst sind diese Knotensäulen im öffentlichen Raum zu sehen, um auch anderen Menschen die Möglichkeit zu geben, ihre Knoten abzugeben.

 

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o.T.   Video Sckre

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